
Nach dem Asbestverdacht in einem Mehrfamilienhaus an der Käthe-Kollwitz-Straße in Leverkusen-Steinbüchel und der gestrigen Evakuierung der Bewohnerinnen und Bewohner sind die Reinigungs- und Sicherungsarbeiten am heutigen Mittwoch, 2. September 2026, weitergelaufen. Treppenhaus und erste Wohnungen wurden nach Angaben der Stadt bereits für die abschließenden Messungen vorbereitet. Im Laufe des Tages werden erste Ergebnisse erwartet. Sollten die Messungen unbedenklich ausfallen, könnten erste Wohnungen bereits heute wieder bezogen werden. Für andere Bewohner könnte eine weitere Hotelübernachtung nötig sein. Die betroffenen Mieter werden von dem Eigentümer der Immobilie informiert. Die Stadt, der zuständige Sachverständiger und das beauftragte Labor würden mit Hochdruck daran arbeiten, die erforderlichen Untersuchungen abzuschließen.
Die Freigabe der Wohnungen wird nach der fachgerechten Reinigung erst erfolgen, wenn die entsprechenden Messungen abgeschlossen und die Ergebnisse fachlich bewertet worden sind. Bis dahin gelten die Zugangsbeschränkungen und Sicherheitsvorgaben weiter.
Die Stadt Leverkusen schätzt die mögliche Belastung der Bewohner durch Asbestfasern als sehr gering ein. Gesundheitliche Langzeitfolgen seien nach derzeitiger Einschätzung nicht sehr wahrscheinlich, beschreibt die Stadt. Die Evakuierung am Dienstag,1. September 2026, sei vorsorglich erfolgt, nachdem sich bei Sanierungsarbeiten in unbewohnten Wohnungen möglicherweise Asbeststaub im Flur abgelagert hatte.
Insgesamt waren am Dienstag 31 Menschen und mehrere Tiere von der Evakuierung des Hauses betroffen. Die Bewohner waren zunächst in der GGS Heinrich-Lübke-Straße untergebracht und anschließend für die Nacht in einem Hotel oder privat untergekommen, teilt die Stadt heute mit.
Wegen des Verdachts auf einen unsachgemäßen Umgang mit gefährlichen Abfällen will die Stadt Leverkusen zudem Strafanzeige erstatten. Gegen wen sich diese richten sollte, war demnach noch in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft zu klären.
Umweltdezernent Alexander Lünenbach erklärte: „Die Sicherheit der Mieterinnen und Mieter sowie aller an den Arbeiten und an dem Einsatz beteiligten Personen hat für uns höchste Priorität.“ Die Reinigung und Sanierung erfolgten deshalb mit der erforderlichen Sorgfalt.
Die Stadt wies darauf hin, dass möglicherweise asbesthaltige Materialien nicht selbst entfernt, bearbeitet oder gereinigt werden sollten. Dies müsse immer durch qualifizierte Fachfirmen erfolgen.
Quelle: Stadt Leverkusen, Foto: MW, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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