Die Fertigstellung des neuen Hitdorfer Hafenplatzes ist der krönende Abschluss des „Integrierten Handlungskonzepts (InH) Hitdorf“. Am bundesweit durchgeführten Tag der Städtebauförderung wird dieser neugestaltete Platz offiziell der Bevölkerung übergeben. Denn sowohl sein Umbau als auch die anderen Projekte, die in den vergangenen Jahren in Hitdorf verwirklicht werden konnten, wären ohne die erhebliche Förderung von Land und Bund nicht möglich gewesen.

 

 

„Hitdorfs besonderer Reiz liegt auch an seiner unmittelbaren Lage am Rhein“, betont Oberbürgermeister Hebbel, „mit diesem neugestalteten Hafenplatz wird das noch stärker deutlich. Durch die gekonnte Einbindung historischer Elemente verwandelt sich der ehemalige Verladeplatz in einen attraktiven Erholungsraum.“ Auf den erneuerten Schienen, über die früher die Ladekräne liefen, wurden nun eigens dafür hergestellte Sitzpodeste installiert. Durch ein Band aus Natursteinpflaster wird die Schienentrasse noch hervorgehoben. 

 

 

Mit dem neuen Belag bietet die ebene Platzfläche Raum für Aktivitäten und Veranstaltungen. Moderne Leuchten verbreiten auch in den Abendstunden ein angenehmes Licht. Die Grundlage für die Umgestaltung bildete der Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros weihrauch + fischer GmbH aus Solingen, der als Sieger eines 2017 durchgeführten freiraumplanerischen Wettbewerbs hervorging. 

 

 

Voraussetzung für die Neugestaltung war die Herstellung einer tragfähigen Kaimauer. Da die ursprüngliche Kaimauer aus dem Jahr 1911 auf voller Länge abgängig war, wurde ein neues Hochufer in Spundwandbauweise davorgesetzt. Die Spundwand (Gesamtfläche ca. 3.200m²) ist mittels 132 Pfählen rückverankert. Mit den Bauarbeiten für diesen Platz konnte erst nach Fertigstellung des Bauwerks im Jahr 2025 begonnen werden. Zwar waren die meisten Maßnahmen des InHK bereits 2023 abgeschlossen, die Mittel in Höhe von 1.080.000 Euro für den Umbau des Hafenplatzes konnten aber gesichert werden, weil der Durchführungszeitraum bis 2026 festgesetzt war. Insgesamt hat seine Umgestaltung ca. 1,9 Millionen Euro gekostet.  

 

Erste Maßnahmen auf Anregung und mit Unterstützung der Bürgerschaft 

Bereits 2015 war das InHK Hitdorf vom Baudezernat mit umfangreicher Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet worden und Ende 2016 erhielt die Stadt Leverkusen den ersten Förderbescheid. Ab 2017 wurden die großen öffentlichen Baumaßnahmen detailliert geplant und kleine Maßnahmen mit Hilfe eines Verfügungsfonds aus der Bürgerschaft heraus verwirklicht. Unter anderem wurden eine Boulebahn, ein Outdoor-Schachfeld mit Rheinblick und ein Besinnungspfad am Rhein geschaffen. Die Ergänzung der Spielfelder in der Hitdorfer Laach durch vier Fußballtore, eine Volleyballgarnitur sowie Zuschauerbänke und eine neue Himmelsschaukel sowie eine Fitnessstation an der Fährstraße schufen mehr Angebote für Freizeitsportler am Rheinufer. 

 

Eine Quarterpipe am Hitdorfer See erweitert das dortige Angebot für Kinder und Jugendliche.

 

Neben den o. a. baulichen Projekten setzten die Ehrenamtler auch solche mit sozialem Charakter wie Nachbarschaftshilfe, Laienschauspiel, Bingo- und Tanzveranstaltungen für Senioren und Stadtteilkino um und boten unter dem Titel „Gesund in Hitdorf“ Vorträge und Seminare zu gesundheitsfördernden Maßnahmen. Gemanagt und unterstützt wurden die Initiativen im Stadtteil bis 2022 durch Stadtteilmanager David R. Froessler. Viele der Projekte werden auch heute noch weitergeführt. 

 

Bauliche Projekte nach und nach verwirklicht 

An der Hitdorfer Straße befinden sich weitere, umfangreiche bauliche Projekte des InHK Hitdorf – wobei auch der Umbau der Hitdorfer Straße zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität zu den geförderten Maßnahmen gehörte. Mit dem Bau des Kreisverkehrs Ringstraße/Hitdorfer Straße ist das letzte Element des Verkehrskonzeptes verwirklicht, so dass der Verkehr durch Hitdorf sowohl über die Hitdorfer Straße als auch über die Ringstraße geführt und damit den Ortskern entlastet wird. 

 

Im Straßenverlauf reihen sich die Förderprojekte des InHK Hitdorf aneinander: Der Umbau des Kirmesplatzes gelang, indem die platznahe Abbiegespur der Straße „Am Werth“ und die vorhandenen großen Platanen in die Planung integriert wurden. Mit Mitteln des Verfügungsfonds wurde ein Hitdorfer Vereinsbaum aufgestellt. Die angrenzende Stadthalle Hitdorf hat einen Anbau erhalten.

 

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Auf dem Weg zum Stadtteiltreff „Villa Zündfunke“ liegt der Kirchvorplatz St. Stephanus mit dem neuen Bücherschrank und vielen Sitzmöglichkeiten im Umfeld der hergerichteten Bushaltestelle. Ebenfalls aus Mitteln des InHKs gefördert: der Spielplatz „Am Buttermarkt“. Die „Villa Zündfunke“ wiederum ist als ehrenamtlich betriebener Bürgertreff das ursprüngliche Herzstück des Handlungskonzepts Hitdorf. Nach dem Umbau steht der frühere Geschäftssitz eines Kohlenhändlers den Bürgerinnen und Bürgern Hitdorfs zur Verfügung: Auf etwa 450 Quadratmetern können Angebote wie Yoga, Familiencafé, Stadtteilkino, Werk- und Reparaturworkshops und vieles mehr wahrgenommen werden.

 

Eröffnung am Tag der Städtebauförderung

Feierlich eröffnet wird der Hafenplatz im Rahmen des „Tages der Städtebauförderung“. Dabei handelt es sich um einen bundesweiten Aktionstag, an dem die Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger über Projekte informieren, die sie mit Städtebaufördermitteln umgesetzt haben.

 

Die Stadt Leverkusen führt seit mehr als 10 Jahren Veranstaltungen innerhalb der Stadterneuerungsgebiete Opladen, Hitdorf und Wiesdorf durch. Zuletzt fanden in den Jahren 2024 und 2025 Veranstaltungen in Wiesdorf statt.

 

Bericht + Foto: Stadt Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

 

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