
In der letzten Sitzung des Haupt- und Personalausschusses der Leverkusen stand ein Thema zentral im Mittelpunkt: Die Stadtverwaltung soll umfassend überprüft und modernisiert werden. Grundlage dafür ist eine Untersuchung der PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH, die analysiert, welche Aufgaben gesetzlich vorgeschrieben sind, wo Doppelarbeit entsteht und wie Arbeitsabläufe einfacher und kostengünstiger gestaltet werden können.
Für Bürgerinnen und Bürger ist das von großer Bedeutung. Eine besser organisierte Verwaltung kann dazu beitragen, dass Anträge schneller bearbeitet, Zuständigkeiten klarer geregelt und digitale Angebote ausgebaut werden. Ob es um Wohngeld, Kita-Plätze, Baugenehmigungen oder andere städtische Leistungen geht, langfristig könnten sich dadurch Wartezeiten verkürzen und der Service verbessern.
Unsichere Orte können direkt gemeldet werden
Ein weiteres Thema mit unmittelbarem Bezug zum Alltag war die Auswertung der neuen Kategorie „Angsträume“ im städtischen Mängelmelder. Darüber hatten wir berichtet. Bürger können dort Orte melden, an denen sie sich unsicher fühlen, etwa dunkle Wege, schlecht beleuchtete Unterführungen oder unübersichtliche Plätze.
Seit Einführung dieser Kategorie sind 17 Meldungen eingegangen. Die meisten betrafen defekte oder unzureichende Beleuchtung. In mehreren Fällen wurden Lampen repariert, und der Kommunale Ordnungsdienst kündigte zusätzliche Kontrollen an. Das zeigt, dass Hinweise aus der Bevölkerung konkrete Verbesserungen im Stadtgebiet anstoßen können.
Gleichstellung stärkt die Verwaltung
Außerdem wurde der Zwischenbericht zum Gleichstellungsplan 2024 bis 2028 vorgestellt. Darin berichtet die Stadt über Maßnahmen zur Förderung von Chancengleichheit, etwa durch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die gezielte Unterstützung von Frauen in Führungspositionen.
Eine moderne und faire Personalpolitik hilft der Stadt, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu halten. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass städtische Dienstleistungen zuverlässig erbracht werden können.

Neue Führung für ein zentrales Dezernat
Stefan Hebbel informierte zudem über die Suche nach einer neuen Leitung für das Dezernat II. Dieser Bereich ist unter anderem für Finanzen, Personal und Organisation zuständig und hat damit großen Einfluss auf den Haushalt und die Verwaltungssteuerung der Stadt.
Die Besetzung dieser Stelle ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil sie mitentscheidet, wie finanzielle Mittel eingesetzt und welche Projekte künftig umgesetzt werden.
Neue Regeln für schnellere Entscheidungen
Der Ausschuss empfahl außerdem Änderungen an der Geschäftsordnung und der Zuständigkeitsordnung. Diese Regelwerke legen fest, wie Rat, Ausschüsse und Verwaltung zusammenarbeiten und wer für welche Entscheidungen verantwortlich ist.
Ziel der Änderungen ist es, Abläufe klarer und effizienter zu gestalten. Davon profitieren Bürgerinnen und Bürger, weil Entscheidungen transparenter vorbereitet und Prozesse besser organisiert werden.
Die Verwaltung soll moderner und effizienter werden, unsichere Orte im Stadtgebiet sollen gezielt verbessert werden, und zentrale Führungspositionen werden neu besetzt. Viele dieser Entscheidungen wirken zunächst intern, können aber langfristig ganz konkrete Auswirkungen auf den Alltag der Bürger haben: durch besseren Service, mehr Sicherheit und eine leistungsfähige Stadtverwaltung.
Bericht: LT
Fotos/Video: anzeiger24.de/ChatGPT generiert
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