Mit der Saison 2026 endet ein beliebtes Freizeitangebot

Der Bergische Fahrradbus, ein bei Ausflüglern beliebtes Freizeitangebot zwischen Leverkusen-Opladen und Marienheide, wird ab der Saison 2026 nicht mehr verkehren. Grund sind sinkende Fahrgastzahlen und Sparmaßnahmen des Rheinisch-Bergischer Kreis. Damit endet ein Angebot, das vor allem Radfahrern den bequemen Transport ihrer Fahrräder ins Bergische Land ermöglichte.

 

Was ist der Bergische Fahrradbus?

 Beim Bergischen Fahrradbus handelt es sich um einen speziell ausgerüsteten Linienbus mit Fahrradanhänger beziehungsweise Heckträger, der an Wochenenden und Feiertagen in der Fahrradsaison zwischen Opladen und Marienheide unterwegs war. Das Angebot richtete sich insbesondere an Freizeitradler, die die Höhen des Bergischen Landes nicht aus eigener Kraft bewältigen wollten.

Die Strecke führte von Leverkusen-Opladen über Burscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen und Wipperfürth bis nach Marienheide. Von dort aus konnten Radfahrer ihre Touren überwiegend bergab zurück ins Rheinland antreten.

 

So sollte der Bus ursprünglich weiterfahren

 Nachdem sich die Oberbergische Verkehrsgesellschaft mbH aus dem Projekt zurückgezogen hatte, wurde der Fahrradbus im Jahr 2025 nur noch in reduziertem Umfang betrieben. Die wupsi GmbH und die Regionalverkehr Köln GmbH übernahmen den Betrieb. Der Rheinisch-Bergischer Kreis trug dabei zusätzlich den zuvor vom Oberbergischer Kreis finanzierten Zuschussanteil.

Für die Saison 2026 war grundsätzlich eine Fortsetzung des bisherigen Angebots vorgesehen. In der Sitzung des Kreistags des Rheinisch-Bergischen Kreises am 26. März 2026 fiel jedoch die Entscheidung, den Bus im Rahmen der Haushaltskonsolidierung vollständig einzustellen.

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Über die Jahre immer weniger Nachfrage

 Die Fahrgastzahlen waren in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Im Jahr 2025 nutzten durchschnittlich nur noch 23 Personen pro Betriebstag den Bus; transportiert wurden im Schnitt 13,7 Fahrräder. Damit halbierte sich die Nachfrage gegenüber 2023 und 2024. Im Vergleich zum Rekordjahr 2018 sank die Zahl der Fahrgäste sogar um rund zwei Drittel.

Als ein wesentlicher Grund gilt die zunehmende Verbreitung von E-Bikes und Pedelecs. Da diese das Fahren in bergigem Gelände erheblich erleichtern, verliert der ursprüngliche Nutzen des Fahrradbusses – der bequeme Transport „bergauf“ – zunehmend an Bedeutung.

 

Mit dem Ende des Angebots entfällt auch der Zuschuss der Stadt Leverkusen in Höhe von rund 9.000 Euro jährlich.

 

Beliebtes Ausflugsangebot verschwindet

 Für viele Freizeitradler war der Bergische Fahrradbus über Jahre hinweg ein attraktiver Einstieg in Radtouren durch das Bergische Land. Mit seiner Einstellung verschwindet ein regionales Mobilitätsangebot, das Tourismus, Freizeit und umweltfreundliche Mobilität miteinander verband. Ob künftig alternative Angebote entstehen, ist derzeit nicht bekannt.

 

Bericht: LT

Fotos/Video: anzeiger24.de/ChatGPT generiert


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