Lokalpolitiker hält dagegen und benennt auch die schönen Seiten

Leverkusen soll „die hässlichste Stadt der Welt?“ sein? Dieses „Potential“ sieht zumindest die Reporterin Aylin von der Fernsehshow „TV Total“ in einem Beitrag der jüngsten Ausgabe, hier zu sehen ab ca. Minute 38.

Der Tipp soll von einem gewissen „Mirko“ gekommen sein, der in der Bayer-Stadt lebt, behauptete zuvor Moderator Sebastian Pufpaff.

Joshua Kraski-Pauls, Vorsitzender der CDU Hitdorf, nimmt dieses Votum zur Kenntnis und reagiert gelassen, mit einem Augenzwinkern – und einer Botschaft.

 

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Was berichtet die Korrespondentin?

„Hier leben 160.000 Leute – warum auch immer“, so lautet das Eingangsstatement der „Korrespondentin“ der Satire-Sendung (laut der städtischen Angaben sind es übrigens über 169.940).

Mit Blick auf den Chempark erklärt Aylin: „Es scheint so, als könne man Leverkusen nur mit sehr großen Mengen an Schmerzmitteln ertragen. Ein Zufall? Ich glaube nicht!“

Sie sieht aber auch gewisse „Vorteile“ durch die Leerstände: Hier spare man bares Geld, weil keine Läden zum ausgeben gibt.

Auch den Bahnhof sieht sie in gewisser Weise „positiv“, denn: „Von hier aus kann man die Stadt in alle Richtungen verlassen.“ Der Urin-Geruch sei allerdings „nicht so beißend wie in Köln“.

Auch ein „Blickfang“: Beim Forum wird „die Betonoptik auf ganzer Linie durchgezogen. Um das nicht zu stören, hat man komplett auf farbige Aspekte und Pflanzen verzichtet.“

 

Ihr Abschluss-Fazit: „Leverkusen ist verbauter als das Gesicht von Harald Glööckler“.

 

Kaski-Pauls: „Leverkusen ist Heimat, aber in herausfordernden Zeiten“ – „Schön, aber nicht auf den ersten Blick“ 

Dieser Beitrag dürfte die Bevölkerung spalten. Während die einen zustimmen, dürften andere das nicht so lustig finden.

Der Christdemokrat Joshua Kraski-Pauls hat in seiner Reaktion einen Mittelweg gefunden: „Ich muss zugeben: Ich habe herzlich gelacht. Aber dann habe ich aus meinem Fenster geschaut, den Rhein gesehen, mich an Hitdorf erinnert, und gedacht: Nein, da haben die sich geirrt.“

 

Denn Schönheit könne „eben nicht allein in Fassaden und Stadtbildern gemessen werden“, meint der Lokalpolitiker: „Leverkusen ist die Heimat von Menschen, die jeden Tag aufstehen, ihre Nachbarschaft gestalten, ihre Vereine am Leben erhalten und füreinander da sind. Es sind die Leverkusenerinnen und Leverkusener selbst, die diese Stadt zu dem machen, was sie ist“.

 

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Als positives Beispiel nennt er daher seinen Wirkungskreis Hitdorf: „Wer hier einmal am Rheinufer den Sonnenuntergang erlebt hat, wer die Gemeinschaft in unseren Stadtteilen kennt, der weiß: Leverkusen hat eine Schönheit, die man nicht auf den ersten Blick sieht. Man muss sie kennenlernen„, so Kraski-Pauls weiter.

 

Kraski-Pauls macht aber auch deutlich, dass dieses Thema „trotz des heiteren Tons einen ernsthaften Kern“ habe, denn: „Leverkusen befindet sich in herausfordernden Zeiten. Strukturwandel, städtebauliche Fragen und gesellschaftliche Veränderungen stellen die Stadt vor Aufgaben, die gemeinsames Engagement erfordern. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir nicht den Kopf hängen lassen, weder wegen eines TV-Beitrags noch wegen der echten Herausforderungen, vor denen wir stehen. Wir müssen gemeinsam positiv auf unsere Stadt blicken, stolz auf das sein, was wir haben, und gleichzeitig anpacken, wo es besser werden muss. Das ist Politik. Das ist Gemeinschaft.“

 

Bericht: KA
Archivfotos: anzeiger24.de / Portrait: CDU Hitdorf

 

Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/

 


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