
Die gewaltsame Eskalation einer Familienfeier in Leverkusen-Opladen beschäftigt Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin. Rund sechs Wochen nach den Vorfällen an Ostern wird gegen etwa 20 Personen ermittelt. Ihnen werden Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung sowie tätliche Angriffe auf Polizeibeamte vorgeworfen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Köln dieser Tage mit.
Der Einsatz hatte am Ostersonntag seinen Anfang genommen. Anwohner hatten sich über eine lautstarke Feier in einem Lokal an der Uhlandstraße beschwert. Als Polizeibeamte gegen 23 Uhr eintrafen und die Feier beenden wollten, schlug die Stimmung nach Angaben der Ermittler abrupt um.
Dutzende Gäste greifen sich gegenseitig und Polizisten an
Nach bisherigen Erkenntnissen waren 40 bis 50 Gäste anwesend. Ein Großteil von ihnen soll sich an den Auseinandersetzungen beteiligt haben. Zeugen berichten, dass Stühle und Gläser geworfen wurden. Neben Angriffen auf Einsatzkräfte kam es auch zu körperlichen Auseinandersetzungen aber auch unter den Feiernden selbst.
Die Lage eskalierte so stark, dass die Polizei umfangreiche Verstärkung anforderte. Insgesamt waren am Ende rund 150 (!) Beamte und etwa (!) 50 Streifenwagen im Einsatz. Ein 25-jähriger Mann wurde noch in der Nacht vorläufig festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, einen Polizisten mit einem Stuhl verletzt zu haben.
Drei Polizisten verletzt – ein Beamter mit gebrochenem Arm
Bei dem Einsatz wurden drei Polizeibeamte verletzt. Nach Angaben der Polizei erlitt ein Beamter einen Armbruch. Eine Polizistin ist aufgrund ihrer Verletzungen weiterhin dienstunfähig und krankgeschrieben.
Um Art und Schwere der Verletzungen gerichtsfest zu dokumentieren, wurden rechtsmedizinische Gutachten bei der Uniklinik Köln in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, den genauen Tathergang und die Verantwortung einzelner Beteiligter zu klären.
Ermittlungen stehen noch am Anfang
Die Staatsanwaltschaft betont, dass sich die Untersuchungen immer noch in einem frühen Stadium befinden. Neben Zeugenaussagen werden Bodycam-Aufnahmen und zusätzliches Beweismaterial ausgewertet. Weitere Details zu einzelnen Beschuldigten oder möglichen Anklagen wollen die Behörden derzeit nicht nennen.
Ob die Ermittlungen letztlich zu Anklagen und einem Gerichtsprozess führen, ist daher noch offen. Fest steht jedoch, dass der Vorfall zu den schwersten Angriffen auf Einsatzkräfte in Leverkusen in jüngerer Zeit zählt.
Bericht: LT
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an
oder als Kommentar bei Facebook.
Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.


