Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Leverkusen setzt sich für die Fortführung der bereits beschlossenen Sanierungsplanung der Kindertagesstätte Dhünnstraße ein. Ein entsprechender Antrag wurde nach Angaben der Fraktion einstimmig beschlossen und in die zuständigen Ausschüsse eingebracht. Ziel ist es, den Ratsbeschluss zur Aussetzung der Planung aufzuheben und die Verwaltung mit der Fortführung des Verfahrens zu beauftragen.

 

Grundlage des Antrags seien ein Ortstermin sowie Gespräche mit der Kita-Leitung und weiteren Beteiligten gewesen. Nach Einschätzung der SPD habe sich dabei die ursprünglich geplante Sanierung als beste Lösung erwiesen. Der baupolitische Sprecher Thomas Konrad erklärte: „Im Rahmen der Gespräche vor Ort hat sich bestätigt, dass die ursprünglich geplante Sanierung die beste Lösung für Kinder, Eltern und Beschäftigte ist.“

 

Die SPD sieht nach eigenen Angaben keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn durch weitere Prüfungen alternativer Varianten. Stattdessen sollten die vorhandenen personellen und planerischen Ressourcen auf die Umsetzung der Sanierung konzentriert werden.

 

Auch die Vorsitzende des Bauausschusses und Vertreterin für Wiesdorf-Nordwest, Aleksandra Ganjani, spricht sich für eine zeitnahe Entscheidung aus. „Die Diskussion um die Kita Dhünnstraße dauert inzwischen viel zu lange. Die Kinder, die Eltern und die Beschäftigten brauchen endlich Klarheit. Nach unserer Bewertung ist die geplante Sanierung die richtige Entscheidung. Sie bietet pädagogische Vorteile, schafft gute Bedingungen für die Beschäftigten und sorgt für eine moderne Kita am richtigen Standort.“

 

Kritisch bewertet die SPD insbesondere die Dauer der derzeitigen Übergangslösung an der Görresstraße. Das Gebäude sei ursprünglich als Schule errichtet worden und entspreche nicht den Anforderungen einer modernen Kindertagesstätte. Zudem verweist die Fraktion auf wiederkehrende Wasserschäden und weitere bauliche Mängel. Bezirksbürgermeister Martin Krampf erklärte dazu: „Eine Schule ist zwar besser als eine reine Containerlösung, aber sie ist trotzdem nur bedingt und unter deutlichen Einschränkungen als Ersatz für eine Kindertagesstätte geeignet.“

 

Der SPD-Landtagskandidat Jonas Berghaus betonte die Bedeutung einer verlässlichen Perspektive für die betroffenen Familien. „Familien warten seit Jahren auf eine verlässliche Perspektive. Deshalb ist es wichtig, zeitnah zu einer Entscheidung zu kommen. Kinder, Eltern und Beschäftigte brauchen Klarheit über die weitere Entwicklung des Standorts.“

 

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Nach Auffassung der SPD sprechen auch fachliche Gründe für die ursprüngliche Planung. Die vorgesehene hexagonale Gebäudestruktur ermögliche eine bessere Übersicht und Betreuung der Kinder sowie verbesserte Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Zudem sollten bei der Entscheidung langfristige Risiken und mögliche Folgekosten berücksichtigt werden.

 

Stefan Krampf, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung I, verwies auf die einstimmige Haltung des Gremiums: „Die Bezirksvertretung I hat sich einstimmig für die Sanierung ausgesprochen. Das zeigt, wie deutlich die Vorteile dieser Lösung gesehen werden. Die Menschen in Wiesdorf erwarten zu Recht eine verlässliche und zügige Entscheidung über die Zukunft der Einrichtung.“

 

Die SPD-Fraktion zeigt sich zuversichtlich, im Rat eine Mehrheit für die Wiederaufnahme der Planungen zu erreichen. Fraktionsvorsitzender Dirk Löb erklärte abschließend: „Im Mittelpunkt sollten die Interessen der Kinder, Familien und Beschäftigten stehen. Deshalb werben wir für eine zeitnahe Entscheidung und sind bereit, gemeinsam mit den anderen Fraktionen eine tragfähige Lösung auf den Weg zu bringen.“

 

Quelle: SPD Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL 

 

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