
Mit einem mehrtägigen Jubiläumswochenende hat die Berufsfeuerwehr Leverkusen ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Auf dem Programm standen unter anderem Ehrungen, Fahrzeugübergaben, Führungen und Mitmachaktionen sowie ein Familientag.
Die Geschichte der Berufsfeuerwehr ist eng mit der Entwicklung Leverkusens als Standort der chemischen Industrie verbunden. Bereits 1965 wurden 22 hauptamtliche Kräfte zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr eingestellt. Nach der kommunalen Neugliederung und dem Anwachsen der Stadt auf rund 170.000 Einwohner wurde die Berufsfeuerwehr 1976 offiziell gegründet. Die Feuer- und Rettungswache der ehemaligen Kreisstadt Opladen wurde zur Feuerwache Nord.
Heute arbeiten rund 320 Menschen bei der Berufsfeuerwehr, darunter knapp 300 hauptamtliche Einsatzkräfte. Der Brandschutz wird weiterhin von zwei Feuer- und Rettungswachen in Wiesdorf und Opladen sichergestellt. In den kommenden Jahren soll unter anderem der Neubau der Feuer- und Rettungswache Nord vorangetrieben werden, da der derzeitige Standort den Anforderungen an eine moderne Wache nicht mehr entspricht.
Zum Auftakt des Jubiläumswochenendes erinnerte Feuerwehrleiter Thomas Kresse an die Kontinuität trotz des technischen Wandels: „Andere Fahrzeuge, andere Technik, leider nur teilweise andere Gebäude – aber dieselbe Idee: Leverkusen braucht im Norden und im Süden eine leistungsfähige Feuerwehr. Und das auch in den nächsten 50 Jahren.“
Beim Stadtfeuerwehrtag wurden außerdem fünf neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge an die Freiwillige Feuerwehr übergeben. Sie kommen künftig bei den Löschzügen Bürrig, Hitdorf, Rheindorf, Schlebusch und Wiesdorf zum Einsatz.
Im Mittelpunkt standen zudem die Menschen hinter der Feuerwehr. 56 Mitglieder der Jugendfeuerwehr erhielten ihre Jugendflammen, zahlreiche Einsatzkräfte wurden für langjährigen Dienst und Verbandsarbeit geehrt. Auch Beförderungen und personelle Ernennungen gehörten zum Programm.
Am Samstag konnten Besucherinnen und Besucher bei Führungen und Mitmachstationen Einblicke in die Arbeit der „Blaulichtfamilie“ gewinnen. Drehleitersteigen, technische Hilfeleistung, Reanimation und Brandbekämpfung gehörten zu den Angeboten.
Der abschließende Familientag war als Dank an die Angehörigen der Berufsfeuerwehr gedacht. „Die Familien sind ein wichtiger Rückhalt für unsere Kolleginnen und Kollegen der Berufsfeuerwehr. Dafür möchten wir Danke sagen“, betonte Kresse.
Das Jubiläumswochenende machte damit vor allem eines deutlich: Die Feuerwehr Leverkusen blickt nicht nur auf fünf Jahrzehnte Einsatzgeschichte zurück, sondern auch auf das Zusammenspiel von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr, Nachwuchs, Unterstützern und Familien.
Quelle + Foto: Feuerwehr Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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