Nach diversen Zwischenfällen setzt die Stadt auf strengere Überwachung an Silvester

Nach mehreren Vorfällen rund um den letzten Jahreswechsel will die Leverkusener Kommunalpolitik den Umgang mit Silvesterfeuerwerk neu bewerten. Eine Mehrheit im Finanzausschuss hat sich dafür ausgesprochen, bestehende Böllerverbotszonen besser bekannt zu machen und den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) gezielt rund um Silvester einzusetzen.

 

Unbenannt-3

 

Politik reagiert auf frühere Zwischenfälle 

Das Thema Feuerwerk beschäftigt zunehmend die Kommunalpolitik in Leverkusen. Vor allem CDU und SPD sehen Handlungsbedarf, nachdem es in den vergangenen Jahren wiederholt zu problematischen Situationen gekommen war. Besonders die Vorfälle in Rheindorf, bei denen Einsatzkräfte attackiert wurden, haben die Diskussion über strengere Kontrollen neu entfacht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie sich illegales und gefährliches Böllern wirksam eindämmen lässt, ohne zusätzliche Verbote zu schaffen, die sich später kaum kontrollieren oder durchsetzen lassen.

 

Verwaltung sieht derzeit keine besondere Gefahrenlage 

Nach Einschätzung der Stadtverwaltung gibt es aktuell keine Hinweise auf eine außergewöhnliche Brandgefahr in stark frequentierten Bereichen. Auch Feuerwehr und Rettungsdienst erlebten den Jahreswechsel 2025/2026 insgesamt vergleichsweise eher ruhig. Denn die meisten Einsätze standen im Zusammenhang mit kleineren Bränden an Mülltonnen oder mit unsachgemäß entsorgten Feuerwerksresten. Größere Zwischenfälle oder Angriffe auf Einsatzkräfte wurden laut Verwaltung nicht registriert.

 

Kommunaler Ordnungsdienst personell begrenzt 

Ein zentraler Punkt der Debatte ist die personelle Belastung des Kommunalen Ordnungsdienstes. Der KOD überwacht bereits zahlreiche Regelungen im Stadtgebiet und kann deshalb nicht überall gleichzeitig präsent sein. Mehrere Fraktionen betonten, dass zusätzliche Vorschriften nur dann sinnvoll seien, wenn deren Einhaltung auch kontrolliert werden könne. Zugleich wurde darauf hingewiesen, dass bereits das bestehende Recht grundsätzlich ausreichende Möglichkeiten bietet, um gegen Verstöße vorzugehen.

 

Unterschiedliche Positionen im Rat 

Während CDU und SPD für konsequentere Kontrollen eintreten, äußerten FDP, Grüne und Linke Vorbehalte gegenüber weiteren Regulierungen. Einige Ratsmitglieder warnten sogar vor einer Überregulierung und plädierten dafür, zunächst die Erfahrungen des kommenden Jahreswechsels abzuwarten. Andere sehen in einer besseren Information der Bevölkerung und gezielten Kontrollen einen praktikablen Mittelweg.

 

Banner-anzeiger24-de-news-2026

 

Mehrheit setzt auf bessere Information und gezielte Kontrollen 

Am Ende sprach sich eine Mehrheit im Finanzausschuss dafür aus, bestehende Verbotszonen deutlicher zu kommunizieren und den Kommunalen Ordnungsdienst an Silvester verstärkt einzusetzen. Die Stadtverwaltung soll nach dem nächsten Jahreswechsel berichten, welche Erfahrungen gemacht wurden. Auf dieser Grundlage will die Politik dann entscheiden, ob darüber hinaus weitere Maßnahmen erforderlich sind.

 

Bericht: LT

 

Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/

 


Ihr wollt uns Eure Meinung sagen? Gerne per Mail an

presse@anzeiger24.de

oder als Kommentar bei Facebook.

Euch hat unser Beitrag gefallen? Dann liked und teilt ihn gerne.