
Die Stadt Leverkusen soll nach dem Willen der Grünen Ratsfraktion künftig das europäische Bezahlsystem Wero als zusätzliche Zahlungsoption für städtische Dienstleistungen anbieten. Damit könnten nach Auffassung der Fraktion Transaktionsgebühren gesenkt und zugleich eine europäische Alternative im digitalen Zahlungsverkehr gestärkt werden.
„Digitale Verwaltung muss nicht nur einfach funktionieren, sondern auch wirtschaftlich sein. Wenn wir bei alltäglichen Zahlungsvorgängen Gebühren sparen können, ist es nur vernünftig, diese Möglichkeit zu nutzen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.
Nach Angaben der Grünen zeigen Erfahrungen anderer Kommunen, dass die Transaktionsgebühren bei Wero deutlich unter denen vergleichbarer Bezahlverfahren liegen können. Die Fraktion verweist auf mögliche Einsparungen von bis zu 75 Prozent. Gerade bei einer Vielzahl kleinerer Zahlungen könnten sich die Unterschiede nach Einschätzung der Grünen für den städtischen Haushalt bemerkbar machen.
Wero ermögliche es Bürgerinnen und Bürgern, direkt über ihr Bankkonto und die Banking-App einer teilnehmenden Bank zu bezahlen. Ein zusätzlicher privater Bezahldienst sei dafür nicht erforderlich.
„Wenn eine europäische Lösung günstiger ist und sich unkompliziert in bestehende Angebote integrieren lässt, sollte die Stadt sie auch anbieten“, so Wiese. Die Grünen schlagen vor, Wero zunächst bei häufig genutzten Online-Dienstleistungen der Stadt einzusetzen. Sollte sich das Verfahren dort bewähren, könne das Angebot nach Vorstellung der Fraktion schrittweise auf weitere städtische Dienstleistungen ausgeweitet werden.
Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Leverkusen, Symbolfoto: anzeiger24.de, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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