
Mit einer stadtweiten Plakatkampagne wollen die Leverkusener Grünen auf die Folgen zunehmender Hitze aufmerksam machen und über Möglichkeiten informieren, wie sich Städte besser an die Auswirkungen der Klimakrise anpassen können. Ab dem 4. August 2026 werden an 22 Ganzsäulen im gesamten Stadtgebiet entsprechende Plakate zu sehen sein. Die Aktion läuft bis zum 13. August.
Nach Angaben der Partei findet die Kampagne bewusst außerhalb eines Wahlkampfs statt und enthält keinen Wahlaufruf. Ziel sei es, die Auswirkungen der Klimakrise im Alltag sichtbar zu machen und zugleich auf kommunale Maßnahmen hinzuweisen, mit denen sich die Hitzebelastung verringern lasse.
„Die extremen Temperaturen in diesem Sommer sind kein Ausrutscher. Die Klimakrise zeigt sich längst unmittelbar vor unserer Haustür: durch aufgeheizte Straßen und Plätze, belastete Menschen, geschädigte Bäume und eine Infrastruktur, die immer häufiger an ihre Grenzen kommt“, erklärt Markus Holzapfel, Sprecher der Grünen Leverkusen. „Auch wenn die Temperaturen zwischendurch wieder angenehmer sind, ist das Problem nicht verschwunden. Gerade dann ist der richtige Zeitpunkt, darüber zu sprechen, wie wir Leverkusen besser auf kommende Hitzeperioden vorbereiten.“
Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Vorschläge für eine hitzeresistentere Stadtentwicklung. Die Grünen werben unter anderem für mehr Bäume und Grünflächen, zusätzliche Verschattung, begrünte Dächer und Fassaden sowie die Entsiegelung asphaltierter Flächen. Dadurch sollen sich aufgeheizte Bereiche der Stadt weniger stark erwärmen und Regenwasser besser versickern können.
Auch Jule Länder, Sprecherin der Grünen Leverkusen, sieht darin einen wichtigen Beitrag zum Gesundheitsschutz: „Wir sind der Hitze nicht schutzlos ausgeliefert. Stadtplanung kann einen spürbaren Unterschied machen. Mehr Grün, mehr Schatten und weniger versiegelte Flächen sorgen dafür, dass sich unsere Stadt weniger stark aufheizt und auch an heißen Tagen erträglicher bleibt. Hitzeschutz ist dabei immer auch Gesundheitsschutz – besonders für ältere, pflegebedürftige und gesundheitlich vorbelastete Menschen.“
Begleitet wird die Plakataktion von einer Social-Media-Kampagne sowie einem Informationsflyer. Darin haben die Grünen nach eigenen Angaben zehn kühle Orte in Leverkusen zusammengestellt, darunter schattige Grünflächen, Bereiche am Wasser und den Japanischen Garten. Außerdem informiert der Flyer über Maßnahmen zur Klimaanpassung wie den Ausbau von Stadtgrün, den Schutz von Stadtbäumen und die Verringerung versiegelter Flächen.
Erstmals verteilt wurde der Flyer am vergangenen Samstag beim Informationsangebot „AnsprechBar“ der Grünen in Opladen. Auch bei LEVspielt³ soll er kostenlos erhältlich sein. „Uns war wichtig, nicht nur vor den Folgen der Klimakrise zu warnen, sondern zugleich zu zeigen, was wir hier vor Ort konkret tun können“, sagt Länder. „Die Karte bietet einen unmittelbaren Nutzen für heiße Tage. Gleichzeitig zeigt der Flyer, wie aus einzelnen kühlen Orten langfristig eine insgesamt kühlere und lebenswertere Stadt werden kann.“
Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL mit Unterstützung von KI
Weitere Nachrichten aus Leverkusen gibt es unter www.anzeiger24.de/leverkusen/news/
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