Die Leverkusener Ratsfraktion der Grünen will den städtischen Mietspiegel-Rechner überarbeiten lassen. Nach ihrer Auffassung soll das digitale Angebot künftig stärker berücksichtigen, wie eine Wohnung tatsächlich ausgestattet ist. Kriterien wie Balkon, Einbauküche, Heizungsstandard oder Bodenbelag könnten nach Ansicht der Fraktion einen erheblichen Einfluss auf die angemessene Miethöhe haben, würden im bisherigen Rechner aber kaum berücksichtigt.

 

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Mit einem Ratsantrag fordern die Grünen deshalb eine stärkere Differenzierung des Rechners. Welche zusätzlichen Merkmale in die Berechnung aufgenommen werden sollten, soll nach dem Willen der Fraktion die Verwaltung fachlich prüfen und anschließend dem Rat vorstellen. Als mögliches Vorbild verweist die Fraktion auf Bonn, wo deutlich mehr Ausstattungsmerkmale in die Berechnung einfließen.

 

„Der Wohnungsmarkt ist für viele Menschen ohnehin schwer genug zu überblicken. Umso wichtiger ist ein Instrument, das verständlich und verlässlich Orientierung bietet. Mehr Transparenz hilft dabei, Unsicherheiten zu vermeiden und stärkt einen fairen Umgang zwischen Mietenden und Vermietenden“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Claudia Wiese.

 

Die Grünen begründen ihren Vorstoß auch mit der Entwicklung auf dem Leverkusener Wohnungsmarkt. Nach Angaben der Fraktion lagen die Angebotspreise für Bestandsimmobilien laut Wohnungsmarktbericht der Stadt 2025 im Median rund elf Prozent über dem Vorjahreswert. Zudem gilt die nordrhein-westfälische Mieterschutzverordnung inzwischen auch in Leverkusen.

 

Neben einer genaueren Berechnung wollen die Grünen nach eigenen Angaben auch erreichen, dass der bestehende Mietspiegel-Rechner stärker bekannt gemacht wird. Ein differenzierteres digitales Angebot könne aus Sicht der Fraktion sowohl Mietenden als auch Vermietenden mehr Orientierung geben – vorausgesetzt, es sei leicht zugänglich und werde entsprechend genutzt.

 

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen, Symbolbild: mit KI generiert, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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