
Die Leverkusener SPD-Fraktion hat eine Anfrage zur Leistungsfähigkeit des Stromverteilnetzes gestellt. Nach Angaben der Fraktion geht es darum, zu klären, ob das Netz den wachsenden Anforderungen durch Elektromobilität, Wärmepumpen sowie die zunehmende Elektrifizierung von Gebäuden und Betrieben gewachsen ist.
Die SPD möchte unter anderem wissen, ob es bereits heute Bereiche mit Engpässen gibt und welche Entwicklungen in den kommenden Jahren zu erwarten sind. Hintergrund seien Hinweise aus Wirtschaft und Bürgerschaft, dass zusätzliche Ladeinfrastruktur nicht überall problemlos angeschlossen werden könne.
„Die Energiewende findet nicht irgendwo statt, sondern ganz konkret vor Ort“, erklärt der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jonas Berghaus. „Deshalb müssen wir frühzeitig erkennen, wo Handlungsbedarf besteht und welche Investitionen notwendig werden.“
Auch Sophie Spiegler, Mitglied der SPD-Fraktion im Ausschuss für Bürgereingaben und Umwelt, fordert mehr Transparenz: „Wer sich für ein Elektroauto, eine Photovoltaikanlage oder eine Wärmepumpe entscheidet, darf nicht später an fehlenden Kapazitäten scheitern.“
Die Anfrage umfasst nach Angaben der SPD unter anderem Fragen zu möglichen Netzengpässen, Ausbauplanungen sowie zur Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Energieversorgung Leverkusen (EVL). Fraktionsvorsitzender Dirk Löb betont: „Wenn wir wollen, dass die Energie- und Verkehrswende gelingt, müssen wir die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Dazu gehört auch ein Stromnetz, das den Anforderungen der Zukunft gewachsen ist.“
Die Antworten auf die Anfrage sollen nach Darstellung der SPD als Grundlage für eine langfristige und verlässliche Infrastrukturplanung dienen.
Quelle: SPD Leverkusen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL
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