Drei Leverkusener SPD-Ortsvereine wollen künftig gemeinsam den direkten Austausch mit den Bürgern suchen. Die Ortsvereine Schlebusch/Alkenrath, Manfort/Wiesdorf sowie Bürrig/Küppersteg/Quettingen bieten ab August regelmäßige Bürgersprechstunden in den Stadtteilen an. Die Gespräche stehen unter dem Motto „Wir verstehen deinen Frust. Reden wir drüber.“

 

Nach Angaben der SPD soll das Angebot unabhängig von der Bundespolitik den Dialog mit den Menschen vor Ort stärken. Die Beteiligten betonen, dass es innerhalb der drei Ortsvereine unterschiedliche Einschätzungen zu einzelnen Reformen auf Bundesebene gebe. Einig sei man sich jedoch darin, dass Kompromisse für eine funktionierende Demokratie unverzichtbar seien.

 

 

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Nils Kampschulte, Vorsitzender des Ortsvereins Bürrig/Küppersteg/Quettingen, erklärt: „Wir wissen, dass viele Menschen von manchen Entscheidungen der Bundespolitik genervt sind. Ehrlich gesagt sind wir es an manchen Tagen selbst. Aber genau deshalb lohnt es sich zu kämpfen, statt hinzuschmeißen. Wir sind überzeugte Sozialdemokraten und zum Teil nicht zufrieden mit den Reformen auf Bundesebene, das sagen wir offen. Trotzdem wissen wir: Kompromisse gehören in einer Demokratie dazu, sonst funktioniert sie nicht.“

 

Auch Holger Fraustadt, Vorsitzender des Unterbezirksausschusses, wirbt für den Dialog: „Kritik an einzelnen Reformen ist berechtigt und wird bei uns offen ausgesprochen. Von rechten Parteien lassen wir uns dabei nicht vor uns her treiben. Wir stehen für gesellschaftlichen Zusammenhalt und wollen mit den Menschen wieder mehr ins Gespräch kommen.“

 

Oliver Bramowski, Vorsitzender des Ortsvereins Manfort/Wiesdorf, betont: „Bürgersprechstunden sind kein Schönwetterprogramm. Wir wollen gefragt werden, auch unbequem gefragt werden, und wir wollen ehrlich antworten. Gerade weil im Moment viele Menschen frustriert sind, brauchen wir mehr Gespräch und weniger Lagerdenken. Wer uns vor Ort trifft, merkt schnell: Wir sind näher dran, als es von Berlin aus manchmal aussieht.“

 

Heike Lorenz, Vorstandsmitglied des Ortsvereins Schlebusch/Alkenrath, sagt: „Reformen sind nie perfekt, aber Stillstand ist auch keine Lösung. Wer in einer polarisierten Zeit nur noch die eigene Position verteidigt, verliert genau die Menschen, die wir eigentlich erreichen wollen. Deshalb gehen wir jetzt bewusst ins Gespräch, auch mit denen, die uns kritisch sehen.“

 

Lena Angermann, Vorsitzende des Ortsvereins Schlebusch/Alkenrath, ergänzt: „Wir sind links, und auch wir sind von manchem in der eigenen Partei genervt. Das verschweigen wir nicht. Aber wir lassen uns diese Partei nicht von rechts kaputt reden. Gerade deshalb wollen wir vor Ort präsent sein, unabhängig davon, was gerade in Berlin diskutiert wird. Wer mit uns reden will, findet uns ab sofort regelmäßig in den Stadtteilen.“

 

Die ersten Bürgersprechstunden finden am Samstag, 1. August 2026, von 10 bis 12 Uhr in der Schlebuscher Fußgängerzone, am Samstag, 12. September, von 8.45 bis 11 Uhr vor der Volksbank in Quettingen sowie am Samstag, 10. Oktober, von 10 bis 13 Uhr auf dem Adenauerplatz in Manfort statt. Nach Angaben der SPD sollen die Termine künftig regelmäßig angeboten werden.

 

Quelle: SPD-Ortsvereine Schlebusch/Alkenrath, Manfort/Wiesdorf und Bürrig/Küppersteg/Quettingen, Bearbeitung anzeiger24.de: BL

 

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